BRH-Rettungshundestaffel Nahe-Hunsrück |
Vorraussetzungen
Meistens denkt man bei Rettungshundearbeit an die Suche nach verschütteten Personen wie bei z. B. nach Erdbeben oder Lawinenunglücken. Für Auslandseinsätze sind sicherlich auch diese Fähigkeiten gefragt. Hier in unserer Region kommen derartige Katastrophen kaum vor. Deshalb werden unsere Rettungshunde speziell ausgebildete für die Suche nach vermissten Menschen in unwegsamen und unübersichtlichen Geländen, z.B.
- kleinen Kindern, die sich verirrt haben,
- Unfallopfern, die sich unter Schock stehend vom Unfallort entfernt haben,
- behinderten Mitmenschen, die nicht mehr nach Hause finden,
- vermissten Sportlern (Joggern, Radfahrern oder Reitern),
- suizidgefährdete Menschen
- älteren Menschen, die von ihrem Spaziergang nicht wieder kehren usw.
- abgängigen Patienten von Krankenhäusern, Seniorenheimen oder Kurheimen
- vermisste Wanderer, Jäger, Kräuter- oder Pilzsammlern
Kein technisches Ortungssystem oder Wärmebildkameras konnten den Rettungshund bis jetzt ersetzen. Technik ist sicherlich nützlich – aber als Ergänzung. Schneller und effektiver arbeitet die Hundenase. Dabei können Hunde menschliche Witterung in Trümmern noch in 5-10 Metern Tiefe und in der Fläche noch aus 200 Metern Entfernung aufnehmen.
Die Ausbildung kann durchaus im Welpenalter schon begonnen werden, hier werden schon wichtige Bausteine gelegt. Das Höchstalter wird individuell nach Hunderasse und Fitness des Hundes entschieden. Die Dauer der Ausbildung liegt bei ein bei zwei Jahren (zweimal Training wöchentlich) bis zur ersten Prüfung. Als Voraussetzung der Rettungshundearbeit ist ein gewisser Grundgehorsam nötig. Die Absolvierung der Begleithundeprüfung (BH) findet begleitend zu Rettungshundearbeit statt und liegt in der Verantwortung des Hundeführers. Wir helfen und geben natürlich auch Tipps dazu.
Eine Grundvoraussetzung bei der Rettungshundearbeit ist, dass Hund und Hundeführer ein TEAM bilden. Während der Rettungshundeausbildung lernt der Hundeführer seinen Hund zu lesen und zu verstehen (ebenso umgekehrt). So entsteht ein gegenseitiges Vertrauen, dass eine erfolgreiche Rettungshundearbeit gewährleistet.
Vom Hundeführer sind mitzubringen:
- Freude an der Arbeit mit Hunden, regelmäßiges Training
- Sehr viel Zeit und Ausdauer
- Körperliche Fitness und Belastbarkeit im Training und Einsatz
- Teamgeist und Kooperationsfähigkeit
Der Hund sollte:
- Sozialverträglichkeit, Führigkeit, Nervenstärke
- Gesund, mit einem Körperbau der Hindernisse überwinden kann und fit genug ist gerne bei jedem Wetter lange Strecken zu laufen
- wesenssicher, menschenfreundlich
- alle Impfungen haben, tätowiert oder gechipt sein
Rettungshundeteams sind da, um Menschen in Not zu helfen. Nicht nur der Hund braucht dazu eine sorgfältige Ausbildung, sondern auch der Mensch. Bei unserem Training lernen die angehenden Hundführer und Einsatzhelfer in der Theorieausbildung und in der Praxis neben der Arbeit mit dem Hund
- Kurs Erste Hilfe für Mensch und Hund
- Orientierung mit Karte und Kompass
- Funklehrgang (BOS)
- Einsatztaktik und -organisation
- Lerntheorie und Lernverhalten des Hundes, Stressbewältigung
- Kynologie - artgerechte Erziehung und Ausbildung des Hundes
- Helferschulung - Verhalten beim Hundetraining
Zusätzliche Fortbildungskurse und Seminare werden vom BRH-Verband angeboten.
Hundeführer und Hund bilden ein Team.
Rettungshund findet ein Hochopfer.